Money Mindset: Wie die Einstellung zu Geld dein Leben beeinflusst

[W] Was ist eigentlich ein Money Mindset und wie beeinflussen Glaubenssätze über Geld dein Leben? In unserer Gesellschaft heißt es: „Über Geld spricht man nicht!“ Aber wieso eigentlich? Höchstwahrscheinlich, weil wir zum Thema Geld ein sehr ambivalentes Verhältnis haben. Zum einen möchten wir gern viel davon besitzen und leiden oder fürchten um unsere Existenz, wenn es an Geld mangelt. Andererseits haben wir Geld gegenüber viele negative Empfindungen und Glaubenssätze, die wir bereits als Kind kennengelernt haben und im Laufe unseres Lebens so sehr verinnerlicht haben, dass sie inzwischen unserer Realität entsprechen.

Sehen wir uns mal genauer an, was es mit dem sogenannten Money Mindset auf sich hat und welche Bereiche des Lebens Geld bzw. negative Glaubenssätze darüber beeinflussen. Dieser Beitrag soll dir einen groben Überblick geben. Ich möchte in weiteren Beiträgen zum Thema Geld und Money Mindset noch detaillierter auf den ein oder anderen Punkt eingehen! Schau also gerne regelmäßig vorbei!



Was ist ein Money Mindset?

Im Grunde steht dieser englische Begriff für deine Einstellung zu Geld. Das betrifft zum einen deine Glaubenssätze und Haltung zum Geld (oder auch die, die du von deiner Familie übernommen hast) als auch die Art und Weise, wie du innerlich und äußerlich mit Geld und den damit verbundenen Gefühlen umgehst.

Welche Lebensbereiche dein Money Mindset beeinflusst

Das sind natürlich nur einige Beispiele und bei jedem Menschen ist der Einfluss individuell und mal stärker und mal schwächer spürbar. Dennoch finde ich es wichtig, sich mal ins Bewusstsein zu rufen, dass Geld durchaus in vielen Bereichen des Lebens ein großes Thema ist und dich direkt oder indirekt beeinflusst. Nutze die folgenden Absätze, um zu reflektieren, wie das bei dir so ist und in welchen Bereichen du dein Verhalten oder deine Entscheidungen bewusst oder unbewusst an Geld koppelst.

Geld und Beziehungen

Gerade in Beziehungen spielt Geld oft eine größere Rolle, als uns bewusst ist. Denn damit verbunden sind oft wichtige Aspekte wie Freiheit, Abhängigkeit, Selbstverwirklichung, Macht, Kompromisse etc. Häufige Themen, die in Beziehungen zu Konflikten führen, sind:

  • Wer bezahlt was und wie oft?
  • Gehen beide Partner vernünftig mit Geld um?
  • Leidet einer von beiden ggf. unter finanziellen Fehlentscheidungen des anderen?
  • Welche finanziellen Verpflichtungen und Abhängigkeiten ist man bereit zusammen einzugehen? (z. B. Hauskauf, gemeinsames Auto, Kredit usw.)
  • Wer ist zulasten seiner Karriere zu Kompromissen und Abstrichen bereit, etwa um den anderen bei einem jobbedingten Umzug zu unterstützen oder die Kinder zu betreuen?

Das sind nur 5 von sehr sehr vielen Beispielen. Wichtig zu verstehen ist jedoch: Es spielt keine Rolle wie viel oder wenig Geld da ist. Verlust und Mangel ist immer eine subjektive Empfindung. So gibt es durchaus Menschen, denen es definitiv nicht an Geld mangelt, die jedoch trotzdem extrem geizig sind und sich gerade in Beziehungen oft ausgenutzt fühlen und an die Decke springen, wenn nicht alles ganz genau 50:50 gerechnet wird.

Geld und Leistung

Darf man eigentlich stolz auf sich sein, wenn man sein Geld leicht verdient? Oder sogar eher beiläufig einen Bonus kassiert? Was ist eigentlich so verwerflich daran regelmäßig um eine Gehaltserhöhung zu bitten, auch ohne konkreten Anlass? Schließlich steigen doch auch ständig die Lebenshaltungskosten und es wäre nur fair, wenn die Löhne das auch tun, oder nicht?

Sollte man meinen. Doch viele Menschen haben damit ein gewaltiges Problem. Um das zu erklären, springen wir direkt zum nächsten Punkt:

Geld und Selbstwert



Viele von uns wachsen mit Glaubenssätzen auf wie: „Geld ist schmutzig!“ oder „Jemand, der nicht hart für sein Geld arbeitet, hat es nicht verdient!“ Im Laufe unseres Lebens festigen sich diese Glaubenssätze über Geld und wirken sich extrem auf unseren Selbstwert aus. So kann es sein, dass jemand fest dem Glauben verfallen ist, er würde zurecht wenig verdienen und seine Traumstelle nicht bekommen, weil er oder sie nicht gut genug ist oder sich nicht genug angestrengt hat. Und in diesem Glauben mehr Geld oder eine Beförderung zu verlangen, wäre schlichtweg gierig, schmutzig und geldgeil!

Im schlimmsten Fall geht das ganze so weit, dass wir bereit sind, uns für mehr Geld oder eine gute Anstellung völlig zu verausgaben und bis in den Burn-out oder sogar eine ausgewachsene psychische Erkrankung zu schuften. Schuld daran ist ein negatives Money Mindset. Denn wir setzen unseren Lohn und die Anerkennung vom Chef oder den Kollegen als Maßstab für unseren eigenen Wert. Und wenn jemand unsere Leistung nicht auf diese Weise anerkennt, fühlen wir uns schnell, als wären wir selbst nicht genug.

Aber warum reden wir Geld und die Menschen, die viel davon haben eigentlich immer so schlecht? Lies weiter!

Geld und Emotionen

Das Thema Geld löst eine Reihe von Gefühlen in uns aus. Besonders intensiv bei Menschen, die tatsächlich oder gefühlt zu wenig davon haben. Angst und Wut in Zusammenhang mit dem Money Mindset können uns innerlich auffressen, besonders wenn die Existenz gefährdet ist oder Grundbedürfnisse nicht mehr erfüllt werden können.

Scham und Schuld gesellen sich gerne mal dazu, etwa wenn wir uns ausgeschlossen fühlen, wenn der Freundeskreis jedes Wochenende in das teure Restaurant gehen möchte oder wir fürchten, nicht mehr für unsere Familie sorgen oder die Weihnachtswünsche der Kinder nicht erfüllen zu können.

Eine ganz wichtige Emotion in Zusammenhang mit Geld ist auch der Neid. Neid an sich ist keine negative Emotion. Genau genommen ist es keine, denn jedes Gefühl hat sowohl eine Funktion als auch eine Berechtigung. Die Funktion des Neids ist uns zu zeigen, wo wir noch wachsen können und Neid ist wichtig für unsere Entwicklung. Durch Neid erkennen wir: Jemand hat etwas, das ich auch haben möchte! Nur wenn uns bewusst wird, was uns fehlt, können wir unsere Bemühungen in die entsprechende Richtung lenken und uns Ziele setzen, um uns zu motivieren.

In der Theorie klingt das super logisch und einfach. In der Praxis ist es aber oft so, dass wir leider sehr bequem sind, keine allzu großen Veränderungen mögen oder riesige Angst haben, beim Versuch zu scheitern. Da ist es meist leichter zu behaupten, der andere hätte etwas gar nicht verdient oder hat es sich auf schmutzige Weise erschlichen, als uns die Wahrheit einzugestehen.

Da wir auch gern in Mustern agieren und das Bekannte dem Ungewissen vorziehen, auch wenn es mit Schmerz verbunden ist, nehmen wir eher hin, uns krumm und buckelig zu arbeiten und am Ende doch nicht den gerechten Lohn zu bekommen, als ins kalte Wasser zu springen mit der Ungewissheit, wie tief es ist.

Money Mindset Fazit

Wie du siehst, beeinflusst Geld unser Leben und unsere Beziehungen mehr, als wir es uns manchmal eingestehen wollen. Zugegeben, mir war vieles davon auch lange nicht klar, bis ich mich mit dem Thema intensiver auseinandergesetzt habe. Das Tückische an Glaubenssätzen ist ja, dass sie im Laufe der Zeit zu unserer Realität werden und sich so selbstverständlich anfühlen, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen. Doch das sollten wir!

Ich beispielsweise habe erkannt: Ich bin kein Opfer! Niemand hat mich auf dem Kieker! Ich habe es nicht schwerer als andere! Es ist kein Zufall, dass meine Mitmenschen mehr Geld verdienen, bessere Jobs oder mehr Leichtigkeit im Leben haben, stabilere und kooperativere Beziehungen führen, sich mehr leisten können und oft weniger dafür tun oder sich mehr Fehler erlauben (können)!

Es ist einfach nur so, dass sie die besseren Jobs suchen. Oder dass sie unterbezahlte Stellen ablehnen. Es ist so, dass sie nicht bereit sind, sich für den Job kaputt zu machen oder Beziehungen einzugehen, wo jeder Cent durch 2 geteilt wird und man dem anderen im Zweifel immer weniger gönnt als sich selbst – und zwar nicht nur im finanziellen Sinne. Sie sind überzeugt, dass sie mehr wert sind und mehr verdienen.

Und inzwischen weiß ich: Ich bin es auch! Ich arbeite daran, mein negatives Money Mindset aufzulösen und das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Aber die Erkenntnis, dass das, was ich verdiene und das, was meine Lohnabrechnung sagt, nicht dasselbe ist, ist dabei schon mal sehr hilfreich.

Vielleicht interessiert dich auch der Beitrag Selbstfürsorge lernen durch Selbstliebe. Dort greife ich ebenfalls das Thema Selbstwert auf und gebe dir Impulse für das einzustehen, was du wirklich verdienst!

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir gefallen! Es wird bald weitere Beiträge zum Thema Money Mindset geben, schau also bald wieder vorbei! Wie stehst du zum Thema Geld und was sind deine Gedanken zu dem Thema Money Mindset? Ich freue mich, wenn du hier oder auf Instagram mit mir und der Community in den Austausch gehst!

Pass gut auf dein Herz auf, du hast nur das eine!

Deine Jenny

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Ich freu mich auf dich!

Verfasst von

Jenny

Ich liebe Kaffee, Katzen und gute Musik! Ich schreibe für dich über verschiedene Lifestyle-Themen. Und zwar so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Was einzigheartig.de besonders macht, ist der Bezug auf mentale Gesundheit. Hier geht es darum, bei sich anzukommen und seinen Wert zu erkennen. Weil du und ich, wir alle, einzigheartig sind!