Organisation: So erleichtert dir Ordnung dein Leben

So erleichtert dir Ordnung dein Leben

[W] Gastbeitrag: Weil Ordnung und Routinen so wichtig für die mentale Gesundheit sind, gibt es dazu heute einige Tipps und Tricks. Dazu habe ich mir Caro von www.gutgeplant.com ins Boot geholt. Viel Spaß beim Lesen! Deine Jenny

Logo gutgeplant.comHi, ich bin Caro. Ich blogge auf www.gutgeplant.com zu den Themen Ordnung und Organisation. Dabei versorge ich dich mit Tipps und Tricks, die dir deinen Alltag zuhause und bei der Arbeit erleichtern. Es ist mir eine absolute Herzensangelegenheit zu zeigen, dass Ordnung und Organisation wahnsinnig viel Spaß machen und im Handumdrehen, ohne großen Aufwand, Teil deines Alltags werden kann. Ich möchte dir in diesem Beitrag zeigen, wie du mit kleinen Handgriffen Ordnung in deinen Alltag integrieren kannst und dir dank deiner Grundordnung auch in stressigen Phasen keinen zusätzlichen Druck machen musst.

Setz dich nicht selbst unter Druck

Sicher kennst du das Szenario. Auf Instagram siehst du die perfekt eingerichteten und natürlich aufgeräumten Wohnungen. Was passiert? Du setzt dich selbst unter Druck. Du möchtest perfekt sein oder zumindest eine halbwegs perfekte Wohnung vorweisen können, wenn dich jemand besuchen kommt. Ansprüche an sich selbst zu haben ist schön und gut, aber stell dir selbst die Frage: „Warum will ich das?“ Die Bilder, die wir online sehen, sind nur ein Abbild einer gestellten Situation. Denn auch bei anderen Menschen kommt eine ganz wichtige Sache ab und zu dazwischen: Das Leben.

Damit du dich nicht selbst unter Druck setzt, wenn es dir mal nicht so gut gehen sollte oder du einfach wahnsinnig viel zu erledigen hast, werde ich dir im folgenden Beitrag einige Tipps an die Hand geben, mit denen du stets eine grundlegende Ordnung in deinem Hause halten kannst. Lass mich allerdings voranstellen, dass du allein bestimmst, wie sehr du dein Leben durchorganisieren und ordnen möchtest. Es ist dein Leben und es ist dein Zuhause. Du musst dich wohlfühlen und die Rituale müssen für dich passen.

Mach dir einen Plan

Irgendwann wird dir auffallen, dass du die Wäsche mal wieder zusammenlegen könntest oder den Geschirrspüler ausräumen musst. Dann fällt dir ein, dass dein Kühlschrank schon lange nicht mehr gereinigt wurde. Und während du die Lebensmittel heraus räumst, wird dir klar, dass du auch schon länger nicht mehr Staub gewischt hast. An dieser Stelle musst du zu dir selbst „Stopp!“ sagen. Die Folge ist sonst blinder Aktionismus ohne messbares Ergebnis, da du keine Sache zu Ende bringst. Du wirst dich danach nicht besser, sondern lediglich ausgelaugt fühlen. Es ist deutlich effektiver, wenn du dir im Vorfeld einen Überblick verschaffst, was du erledigen möchtest. Diesen Handgriffen kannst du dann eine Priorität zuordnen, das heißt, du erstellst eine Reihenfolge.

Dabei hilft dir eines meiner Lieblingswerkzeuge: die To Do Liste. Die erledigten Aufgaben kannst du einfach abhaken und erntest so zusätzliche Motivation. Es ist völlig in Ordnung, wenn du dir erst mal nur einen einzigen Raum oder nur einen Bereich in diesem Raum vornimmst. Wichtig ist, dass du ins Handeln kommst. Auch kleine Schritte führen dich an dein Ziel. Wenn du regelmäßig ein bisschen was machst, siehst du auch schnell Erfolge. Du kannst z. B. montags Wäsche waschen, dienstags Staub wischen, mittwochs saugen etc. Ganz so, wie es in deine Wochenplanung passt.

Mit kleinen Handgriffen Ordnung schaffen

Es muss aber auch nicht alles nach einem festen Wochenplan ablaufen, wenn dieser nicht zu dir passen sollte. Mir hilft es z. B. an stressigen Tagen oder wenn ich mich mal nicht so gut fühle, wenn ich ein paar kleine Handgriffe mache. Ich habe mir angewöhnt, jedes Mal etwas mitzunehmen, wenn ich den Raum verlasse. Dabei mache ich keine extra Umwege. Wenn du einen Raum verlässt, in dem Gegenstände eines anderen Raumes herumliegen, kannst du ihn einfach mitnehmen. Dadurch kannst du einen Aufräumerfolg für dich verbuchen, ohne einen Aufwand betreiben zu müssen. So landet jedes Teil zügig wieder dort, wo es hingehört.

Wenn du dir vorgenommen hast, aufzuräumen, solltest du dort starten, wo du in kürzester Zeit den größten Erfolg sehen kannst. Das positive Ergebnis motiviert dich weiterzumachen und du tankst neue Energie. Wenn du beispielsweise deine Klamotten in deinem Schlafzimmer verteilt hast, wird es sicher einen größeren Effekt haben, sie zuerst wegzuräumen, als wenn du das Fenster putzt. Was für mich beim Ordnunghalten absolut essenziell ist, ist ein aufgeräumter Fußboden. Wenn du ihn freigeräumt hast, wirkt der ganze Raum gleich viel ordentlicher und du kannst vernünftig treten, wenn du den Rest deiner Sachen wegräumst, ohne einen Hindernislauf veranstalten zu müssen.

Mein liebster Gefährte beim Aufräumen ist der Wäschekorb. In ihm sammele ich alle Sachen, die nicht in diesen Raum gehören. Dann gehe ich von Raum zu Raum und räume die Gegenstände an ihre individuellen Plätze. Dadurch spare ich lästige Wege und mir kann nichts herunterfallen und schlimmstenfalls kaputt gehen, weil ich eventuell zu viel auf einmal mitgenommen habe. Wiederhole den Gang mit dem Wäschekorb so lange, bis nur noch Dinge in dem Zimmer sind, die auch wirklich dorthin gehören.

Such dir Unterstützung

Auch wenn viele Menschen ein Problem damit haben, um Hilfe zu bitten, so ist doch absolut nichts Verwerfliches daran. Du bist keine Maschine und musst daher auch nicht alles allein schaffen. Wenn du z. B. mit jemandem zusammen lebst, kannst du die Person bitten, dir zu helfen. Schließlich genießt ihr beide die Vorzüge eurer Wohnung, dann solltet ihr euch auch bei den lästigen Dingen wie aufräumen und putzen gegenseitig unterstützen. Wenn du allein lebst, kannst du eine Freundin oder einen Freund fragen, ob ihr gemeinsam ausmisten wollt. Sicher werden deine Freunde oder Familie dir auch gerne bei Erledigungen helfen, wenn es dir nicht gut geht oder sich Termin an Termin reiht. Hab einfach den Mut zu fragen.

Alles zurück an seinen Platz

Kennst du die Szene aus dem Disneyfilm Mary Poppins, in der sie einfach mit den Fingern schnippst und alle Sachen wandern zurück an ihren Platz? Wenn du herausgefunden hast, wie das geht, verrate es mir bitte – ich habe es bisher noch nicht hinbekommen. 😉 Aber ich habe einige Tipps für mehr Ordnung für dich, die auch das zauberhafte Kindermädchen sicherlich begrüßen würde.



Als Erstes solltest du jedem Teil, das du besitzt, einen festen Platz zuweisen. Das ist meine goldene Regel. Wenn du weißt, wo ein Ding hingehört, kannst du es auch einfach wieder dorthin zurückräumen, ohne überlegen zu müssen. Denn sonst wird es einfach auf der nächsten Fläche abgelegt und verbleibt dort. Besonders sinnvoll ist das bei Dingen, die du häufig suchst, wie vielleicht deinen Schlüssel, eine Taschenlampe oder die Gelben Säcke.

Wenn deine Gegenstände feste Plätze haben, wird es dir umso leichter fallen, die übrigen Flächen freizuhalten. Vielleicht kennst du ihn: Den Stuhl. Ich selbst habe auf dem Stuhl im Schlafzimmer lange Zeit Kleidungsstücke gesammelt. Seitdem ich ihn verbannt habe, geht es mir allerdings viel besser. Wieso? Weil Chaos anderes Chaos anzieht. Hört sich erst mal komisch an, das Phänomen hat aber sogar einen Namen – Broken Window Theorie. Liegt irgendwo eine geringe Menge Müll herum, braucht es nicht lange, bis die gesamte Umgebung ins Chaos stürzt. Denn Chaos ist kein Zustand. Es ist ein Organismus, der lebt und sich vermehrt.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist auch der Schreibtisch. Die Papierberge werden immer höher, überall liegt etwas herum und du kannst dich nicht mehr konzentrieren. Das eigentliche Problem an diesen Ecken ist allerdings nicht der Berg an angehäuften Dingen, sondern die Gedanken, die mit ihnen einher gehen. In ihnen werten wir uns ab und nähren so unseren täglichen Frust immer weiter. So schaffen wir auf Dauer eine Blockade im Kopf. Also identifiziere deine Broken Window Ecke und verbanne sie!

Das Zauberwort für Ordnung lautet Routine

Der stete Tropfen höhlt den Stein, Übung macht den Meister und wie die ganzen Sprichworte nicht alle heißen. Eins haben sie gemeinsam, denn sie beschreiben Routinen. Sie können dein Gamechanger beim Ordnung schaffen sein. Denn mit ihnen werden sich die Aufgaben im Haushalt gar nicht erst anhäufen. Ich bin ein großer Fan von Morgen- und Abendroutinen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dir eine Morgenroutine dabei helfen kann, besser in den Tag zu starten. Sie kann z. B. daraus bestehen, dass du das Bett machst, den Esstisch abwischst oder bevor du das Haus verlässt, noch Reiniger in die Toilette gibst. Es muss keine Aufgabe sein, die viel Zeit in Anspruch nimmst. Hauptsache, du kannst direkt zum Start in den Tag ein bisschen stolz auf dich sein und du hast eine Sache weniger, über die du dir Gedanken machen musst.

Kommen wir zur Abendroutine. Was dir morgens guttut, kann am Abend nicht schlecht sein. Ich räume z. B. jeden Abend für zwei Minuten die Küche auf, lege die Kuscheldecken zusammen und räume den Couchtisch leer. Wenn diese Dinge erledigt sind, bin ich zufrieden und kann guten Gewissens ins Bett gehen. Das Tolle dabei ist, dass es mich nicht viel Zeit kostet und ich mich trotzdem produktiv fühle. Wenn dir diese Form von Routinen für den Anfang zu viel sein sollte, ist das überhaupt kein Problem.

Starte dann einfach mit einer Mini-Gewohnheit, also einer Sache, die du verlässlich jeden Tag machst. Irgendwann geht dir dies in Fleisch und Blut über und du kannst dir nächste Gewohnheit etablieren. Wenn du mehr möchtest, kannst du dir auch vornehmen, dir 15 Minuten am Tag Zeit für diese Dinge zu nehmen. Wenn du To Do Listen magst, kannst du alle Wochenaufgaben auf die Liste schreiben und diese jeden Tag für 15 Minuten abarbeiten. So zerlegst du die große Liste in kleine, leicht zu bewältigende Aufgaben und stehst nicht am Ende Woche vor einem Berg von Aufgaben, dem du mit großem Zeitaufwand Herr/Frau werden musst.

»weitere Tipps für deine Morgenroutine auf einzigheartig.de

»weitere Tipps für deine Abendroutine auf einzigheartig.de

Vergiss nicht, dich für die geschaffene Ordnung zu belohnen

Auch, wenn das banal klingt, vergiss nicht, dich nach getaner Arbeit zu belohnen. Gerade zu diesem Zeitpunkt tut dir diese Geste besonders gut und du kannst wieder auftanken. Da du schon gute Voraussetzungen mit deinem sauberen und aufgeräumten Zuhause geschaffen hast, fällt es dir sicher gleich noch viel leichter, dich z. B. bei einer Tasse Tee, deinem Lieblingsessen oder einem schönen Film zu entspannen. Mach einfach das, was dich glücklich macht.

Quicktipps für die Organisation deiner Woche

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Tipps für dich, die dir in fast jeder Situation helfen können, deine Woche zu organisieren.

  • Schreib dir eine To Do Liste und priorisiere sie. So hast du deine Termine und Verpflichtungen vor Augen, aber auch die Momente, in denen du bewusst entschleunigen darfst.
  • Lege zudem fest, welche Lebensmittel du immer im Haus haben willst, für den Fall, dass dir in deiner Planung etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommen sollte. Konserven eignen sich hierfür besonders gut, da sie ein langes Mindesthaltbarkeitsdatum haben und sie meist ohne großen Aufwand zubereitet werden können. Achte bei der Erstellung deiner Einkaufsliste darauf, ob du diese Dinge noch vorrätig hast oder ob du Neue besorgen musst.
  • Sorge dafür, dass die Menschen, die dich im Fall der Fälle bei verschiedenen Dingen unterstützen, diese Liste kennen und dich dahingehend unterstützen können.

Das klang alles vermutlich gar nicht so aufwendig, oder? Ja, es darf leicht sein. Du sollst dich damit wohl fühlen. Einen wichtigen Punkt möchte ich dir noch mitgeben, von dem ich mir wünsche, dass du ihn im Hinterkopf behältst: Du gibst dein Bestes und das ist gut genug!

Ich hoffe sehr, dass dir der Artikel gefallen hat und du ein paar Tipps für deinen Alltag mitnehmen konntest. Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn du mich auf www.gutgeplant.com oder unter @gut_geplant auf Instagram besuchst. Dort teile ich regelmäßig interessante Tipps und Tricks mit dir, die dir deine Arbeits- und Alltagsorganisation erleichtern. Bis dahin: Stay organized 😉

Alles Liebe,
Deine Caro



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